KAB: Kinderarmut in Deutschland muss jetzt zur Chefsache werden

Die neue Bundesregierung muss endlich die Kinderarmut zur Chef-Sache machen, fordert die KAB Deutschlands gemeinsam mit 6o Verbänden, Gewerkschaften, zivilgesellschaftliche Organisationen sowie Einzelpersonen.

„Die Beseitigung von Kinderarmut muss endlich in dieser Legislaturperiode geschafft werden“, fordert Andreas Luttmer-Bensmann, Bundesvorsitzender der KAB Deutschlands. Es sei ein Skandal, dass in einem reichen Land wie Deutschland jedes fünfte Kind unter 15 Jahren als armutsgefährdet gilt. 16 Jahre Angela Merkel haben an der Situation von alleinerzi8ehnden Vätern und Müttern, deren Kinder von Armut bedroht sind, nichts geändert.

Vier Jahre Zeit, um Kinderarmut endgültig zu beseitigen!

Die unterzeichnenden Organisationen des „Ratschlages Kinderarmut“ fordern in der Gemeinsamen Erklärung „Vier Jahre Zeit, um Kinderarmut endgültig zu beseitigen!“, Armut von Kindern und Jugendlichen nicht länger hinzunehmen und entschlossene Maßnahmen im Koalitionsvertrag zu verankern. Dazu zählen eine grundlegende Reform der Leistungen für Kinder, Jugendliche und ihre Familien, die Sicherstellung sozialer Infrastruktur sowie ihre umfassende Beteiligung. Ebenso brauchen Kinder und Jugendliche eine intensive Begleitung zurück in ihren Kita- und Schulalltag und psycho-soziale Unterstützung bei der Bewältigung der Auswirkungen der Pandemie.

2,1 Millionen Jungen und Mädchen, die in Familien leben, die weniger als 60 Prozent des durchschnittlichen Netto-Einkommens zur Verfügung haben. Ein Großteil dieser 2,1 Millionen Kinder lebt in Haushalten, die Sozialleistungen beziehen. Der Rest – immerhin 1,15 Millionen arme Kinder – lebt ohne die Unterstützung, obwohl zum Teil Anspruch darauf bestünde.

Zudem wachsen weitere rund 480. 000 Kinder nur knapp über der Armutsgrenze in Deutschland auf. ob ein Kind arm ist oder nicht, hängt häufig von der Familienkonstellation ab: Ist die Mutter (oder der Vater) alleinerziehend? Leben Geschwister im Haus- halt? Haben die Eltern Arbeit? „Herkunft darf keine Blockade für Chancengerechtigkeit sein“, so Luttmer-Bensmann. "Wir brau7chen eine armutsfeste Kindergrundsicherung", betont der KAB-Budnesvorsitzende.

Alleinerziehende sind auf staatliche Hilfen angewiesen. Diese müssen aber auch vor Kinderarmut schützen. Foto: Rabbe

Inter(+)aktiv

Treten Sie mit uns in Kontakt

mehrweniger

Adresse

KAB Diözesanverband Mainz
Weihergartenstraße 22
55116 Mainz 
Tel.: +49 (0) 6131 223217 

Unterstützen Sie die KAB

Jede Spende hilft!

Unterstützen Sie die Projekte der KAB und stärken Sie die selbständige Vereinigung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern.

Mitglied werden

Hier steht der Mensch im Mittelpunkt.

Jetzt informieren